ABW News März

11.03.2021

Auf der 12,5 Hektar großen Fläche einer ehemaligen Schotterdeponie an der Schafflerhofstraße erzeugen 25.625 Module ab sofort jährlich 12 Gigawattstunden Solarenergie. 
Damit versorgt das Gemeinschaftsprojekt von Wien Energie, städtischer Müllabfuhr (MA 48) und Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (MA 49) künftig 4.900 Haushalte und spart 4.200 Tonnen CO2 pro Jahr ein. 

 

Innovation 
Aufgrund der Größe der Anlage war der Anschluss an das Stromnetz eine Herausforderung, da dieses bei optimalen Bedingungen überlastet werden könnte. Darum wird die Anlage als „Hybridkraftwerk“ betrieben; das heißt, sie hängt an derselben Stromleitung wie der Windpark Andlersdorf. Weil Wind- und Solarkraftwerke selten gleichzeitig auf Höchstleistung laufen, können beide Anlagen gleichzeitig im Vollbetrieb laufen. 
Sollte doch einmal mehr erneuerbarer Strom produziert werden als das Netz aufnehmen kann, kommt ab dem Sommer ein Puffer-Stromspeicher zum Einsatz. Dieser fängt Produktionsspitzen ab und speist den produzierten Sonnenstrom erst zu einem späteren Zeitpunkt ein. 
 
…rund 400 der 25.625 PV-Module sind bifazial, produzieren also auf beiden Seiten Strom, und stehen vertikal. So kann zwischen den Modulreihen ein Traktor fahren und die Fläche dadurch auch landwirtschaftlich genutzt werden. So werde die Fläche um bis zu 60 Prozent effizienter genutzt, heißt es seitens Wien Energie. 
 
Quelle: https://kurier.at/chronik/wien/oesterreichs-groesste-photovoltaik-anlage-steht-jetzt-in-wien/401206504 

Wegen Defiziten bei der Photovoltaik-Förderung können mehr als 6000 baureife Projekte mit über 400 Megawatt Leistung nicht realisiert werden, meldet der Branchenverband Photovoltaic Austria. Schuld daran sei die Uneinigkeit der konservativ-grünen Regierung beim Erneuerbare-Ausbau-Gesetz. 

 

Nun gibt der Verband bekannt, dass auch die Investitionsförderung deutlich überzeichnet ist: Die Nachfrage war so hoch, dass das verfügbare Budget innerhalb weniger Minuten ausgeschöpft war. Vorläufigen Zahlen zufolge erhalten Projekte mit einem Volumen von mehr als 257 Megawatt damit nach aktuellem Stand hier keine Realisierungszusage. Auch die zeitgleich gestartete Investitionsförderung für Stromspeicher war rasch vergriffen – etwas mehr als 1800 Förderanträge kommen nicht zum Zug. 

 

Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Photovoltaic Austria, verweist darauf, dass die Umsetzung der Projekte tausende Arbeitsplätze sichern, dringend benötigte neue Stellen schaffen und Investitionen von rund 350 Millionen Euro auslösen könnte. 

 

Schuld an der Situation ist nach Ansicht des Verbandes die Uneinigkeit der Regierung aus konservativer ÖVP und Grünen beim Erneuerbaren-Ausbau. Das Erneurbare-Ausbau-Gesetz (EAG) – das eigentlich zu Jahresbeginn in Kraft treten sollte – liegt weiterhin auf Eis. „Beide Regierungsparteien müssen sich auf das Wesentliche fokussieren und als nächsten Schritt das EAG zur Vorstellung in den Nationalrat bringen, um 2021 nicht zum verlorenen Photovoltaik-Jahr zu machen“, fordert Paierl. 

 

Quelle: https://www.pv-magazine.de/2021/03/04/oesterreichische-investitionsfoerderung-fuer-photovoltaik-anlagen-deutlich-ueberzeichnet/ 

Wien (energate) – Klimaschutz hat auch inmitten der Covid-19-Krise einen hohen Stellenwert für die Österreicher. So fänden es 57 Prozent der Bevölkerung gut, wenn Klimaschutz als Staatsziel in der Bundesverfassung verankert würde.

 

Auch die Akzeptanz für erneuerbare Energieprojekte in der eigenen Gemeinde liegt weiterhin auf hohem Niveau. Dennoch zeichnet sich hier in den letzten Jahren ein Rückgang ab. Dabei zeigen sich vor allem Unterschiede bei den Technologien. Während die Akzeptanz für PV (85 Prozent) und Kleinwasserkraft (71 Prozent) seit 2018 um durchschnittlich drei Prozent zurückgegangen ist, musste die Windkraft (62 Prozent) ein Minus von zehn Prozent hinnehmen. Eine mögliche Erklärung für den Negativtrend bei der Windkraft ist laut Studienautoren der Wunsch der Bevölkerung nach mehr Transparenz der Technologie in Bezug auf Kosten, Nutzen sowie Auswirkungen auf Tiere und Natur.

 

PV mit höchster Akzeptanz 

38 Prozent der Befragten können sich vorstellen, dass Freiflächen-PV-Anlagen in Österreich auch in schönen Landschaften sowie in Naturschutzgebieten gebaut werden. Insgesamt hat die Photovoltaik die höchste Zustimmung bei den erneuerbaren Energien. Dies zeigt sich auch an der Investitionsbereitschaft der Österreicher. 60 Prozent der Befragten planen die Installation einer PV-Anlage auf ihrem Haus beziehungsweise Wohngebäude in den nächsten fünf Jahren.

 

Quelle:  https://www.energate-messenger.de/news/210325/oesterreich-akzeptanz-fuer-erneuerbare-energieprojekte-sinkt 

Selbst wenn man es in Österreich bis 2030 schafft, 50 Prozent der erforderlichen PV-Leistung auf Dachflächen unterzubringen, wird man für die übrigen 50 Prozent etwa 70 bis 100 Quadratkilometer (das entspricht etwa der Fläche von Linz) für PV-Freiflächenanlagen finden müssen. 

100 Quadratkilometer scheinen auf den ersten Blick viel. Es sind aber weniger als 0,5 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche (Äcker, Wiesen und Weiden) in Österreich oder zwei Drittel der Fläche des Energiepflanzenanbaus. 

Entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung der PV-Ziele durch Freiflächenanlagen ist letztendlich eine positive Gesamtumweltbilanz. Hier gilt es, die positive Wirkung des aus Sonnenenergie gewonnenen Stroms auf das Klima gegenüber den lokalen Auswirkungen insbesondere auf Ökologie und Landschaft am Standort der PV-Anlage abzuwägen. 

Die Aufgabe und Kunst der Raumplanung liegt nun darin, verschiedene – oftmals auch konkurrierende – Raumnutzungsansprüche untereinander abzuwägen und einen bestmöglichen Kompromiss für alle zu finden. Gerade bei so stark raumgreifenden Nutzungen wie PV-Freiflächenanlagen hat sich eine übergeordnete strategische Planung in Form von Zonenfestlegungen bewährt. 

Nutzungskonflikte vermeiden 

Bei einer Zonierung werden mögliche PV-Standorte landesweit geprüft, um im regionalen Vergleich solche zu finden, in denen PV-Anlagen wenige Nutzungskonflikte hervorrufen. Die Grundsatzfragen der Raumverträglichkeit werden so bereits auf übergeordneter Ebene geklärt. Die Gemeinden können sich in ihren Widmungsentscheidungen am landesweit einheitlichen Rahmen orientieren und haben so die Unterstützung des Landes. 

Eine strategische Planung mit Zonierung auf Landesebene nimmt zwar Zeit in Anspruch, und Zeit ist ein kritischer Faktor bei der Erreichung der Energie- und Klimaziele bis 2030. Doch diese Zeit ist meist gut investiert. Die Erfahrung lehrt: Eine fachlich probate Festlegung von Eignungszonen resultiert in der Regel in deutlich rascheren Widmungs- und Genehmigungsverfahren mit deutlich erhöhter Akzeptanz in der Bevölkerung. Zeit kann so wieder eingeholt werden. 

Quelle: https://www.wienerzeitung.at/meinung/gastkommentare/2095734-Die-Vorteile-der-Photovoltaik-Zonierung.html 

Wien – Nach monatelangen Verzögerungen haben Vizekanzler Werner Kogler, Umweltministerin Leonore Gewessler (beide Grüne) und Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) die Regierungsvorlage des Gesetzespaketes zum Ausbau der grünen Energie (Erneuerbaren Ausbau Gesetz EAG) präsentiert. Für die Umsetzung bedarf es einer Zweidrittel-Mehrheit im Parlament. Insgesamt gibt es Änderungen in acht weiteren Gesetzen. Laut Gewessler könnte das Gesetzespaket noch vor dem Sommer in Kraft treten. 

 

In den nächsten zehn Jahren soll in Österreich jährlich eine Mrd. Euro in den Ausbau der erneuerbaren Energien fließen – insgesamt also 10 Mrd. Euro. In erster Linie geht es darum, bis 2030 den Strom klimaneutral zu erzeugen. 

 

Unter anderem sollen die Photovoltaik-Förderungen „nachgeschärft“ werden. Es soll zwei Arten geben – als einmalige Investitionsförderung oder als laufende Marktprämie für die Stromproduktion.Brunner geht von einer Amortisierung der Investition innerhalb von zehn Jahren aus – bei einer Lebensdauer der Anlage von 30 Jahren. 

 

Quelle: https://www.tt.com/artikel/17934079/10-milliarden-euro-rollen-in-oesterreich-fuer-gruene-energie 

Deutschland: 

 

Mit einer neuen Verordnung für Elektro- und Elektronik-Altgeräte wird erstmals auch das Recycling von Photovoltaik-Modulen geregelt. Dadurch soll das gezielte Entfernen von Schadstoffen an den Stand der Technik angepasst und vereinheitlicht werden. 

Demnach werden in dem Regierungsentwurf gleich mehrere Anforderungen an die Behandlung von PV-Modulen festgelegt: 

  1. Siliziumbasierte und nicht-siliziumbasierte PV-Panels müssen getrennt voneinander behandelt werden, wobei Module aus Tandem- oder Mehrfach-Solarzellen als nicht-siliziumbasiert gelten. 
  2. Bei siliziumbasierten Photovoltaikmodulen müssen in der Glasfraktion ein Bleigehalt von 100 Milligramm je Kilogramm sowie ein Selen- und Cadmiumgehalt in Höhe von einem Milligramm je Kilogramm eingehalten werden. In anderen Fraktionen darf ein Bleigehalt von 200 Milligramm je Kilogramm sowie ein Selen- und Cadmiumgehalt in Höhe von einem Milligramm je Kilogramm nicht überschritten werden. 
  3. Bei nicht-siliziumbasierten PV-Modulen dürfen grundsätzliche folgende Schadstoffgehalte nicht überschritten werden: Ein Bleigehalt von zehn Milligramm je Kilogramm (ausgeschlossen ist hiervon jedoch die die Halbleiterfraktion) sowie ein Selen- und Cadmiumgehalt von jeweils einem Milligramm je Kilogramm. 
  4. Als Ausnahme von Punkt 1 können die unterschiedlichen PV-Module auch gemeinsam behandelt werden, wenn ein Bleigehalt von zehn Milligramm sowie Selen- und Cadmiumgehalt von jeweils einem Milligramm je Kilogramm nicht überschritten wird. 
  5. Bei der Behandlung von PV-Modulen müssen die Aluminium- und Cadmium-Tellurid-Anteile getrennt und einem entsprechenden Recycling zugeführt werden. 

 

Tatsächlich recycelt werden dürfen jedoch nur nicht mehr gebrauchsfähige Module. Alle PV-Panels, die noch funktionsfähig sind und abgebaut werden, sind dem Zweitmarkt zuzuführen, sprich wiederzuverwenden. Das Gesetz unterscheidet in nicht mehr funktionstüchtige Altgeräte und noch gebrauchsfähige Geräte. Ob es wirklich sinnvoll ist, ein noch funktionierendes Modul dem Zweitmarkt zuzuführen, ist allerdings strittig. 

 

Quelle: https://www.energiezukunft.eu/erneuerbare-energien/solar/neue-verordnung-fuer-recycling-von-solarmodulen/ 

Der Flughafen Wien in Schwechat (Bezirk Bruck an der Leitha) errichtet die größte Photovoltaik-Anlage Österreichs. Sie soll auf einer Fläche von 24 Hektar entstehen. Dadurch will man den CO2-Ausstoß und Energieverbrauch des Flughafens weiter reduzieren. 

 

„Der Flughafen Wien ist auf dem besten Weg, Europas erster Green Airport zu werden. Schon in wenigen Jahren werden wir unseren Betrieb CO2-neutral führen“, teilte Günther Ofner (Bild oben, l.), Vorstand der Flughafen Wien AG, am Mittwoch in einer Aussendung mit. 

 

Schon in den letzten Jahren konnte der Airport seinen CO2-Ausstoß pro Verkehrseinheit um 70 Prozent und den Energieverbrauch um mehr als 40 Prozent senken. So setzt man auf dem Flughafen etwa verstärkt auf E-Mobilität und betreibt eine E-Flotte mit mehr als 380 E-Fahrzeugen, die Beleuchtungssysteme werden nach und nach auf energiesparende LED-Systeme umgestellt. Ab 2022 soll auch die Umstellung der Fernwärmeversorgung der OMV auf CO2-Neutralität wesentlich zur Emissionsreduktion am Flughafen beitragen. 

 
Quelle: https://noe.orf.at/stories/3095285/ 

Wer Solarenergie auf seinem Dach nutzen will, für den ist die ideale Zeit gekommen. Die Technologie ist so effizient und billig wie noch nie: 8500 Euro muss die Besitzerin eines Einfamilienhauses in etwa investieren, wovon der Staat 1250 Euro übernimmt, macht also insgesamt 7250 Euro. Vor zehn Jahren mussten Private doppelt so viel für eine fünf Kilowatt-Anlage berappen. „Viel günstiger werden die Photovoltaik-Anlagen nicht mehr“, sagt Vera Immitzer, Geschäftsführerin vom Verband Photovoltaic Austria. Nach acht bis zehn Jahren hat sich die Anlage amortisiert. 

 

Sowohl Private als auch die Betreiber von Großanlagen setzen derzeit auf die Technologie mit dem Namen Mono-PERC. Diese monokristallinen Siliziumzellen fangen die Strahlung auch bei bedecktem Himmel ein und erreichen einen Wirkungsgrad von über 21 Prozent (26 Prozent sind physikalisch möglich).  

 

Etwa 2,5 Jahre muss eine Anlage laufen, bis sie jene Energiemenge produziert hat, die bei ihrer Herstellung angefallen ist. „Das kann sich bei einer Lebensdauer von mindestens 25 Jahren sehen lassen“, sagt Robert Höller von der FH Oberösterreich. Der Wissenschafter kennt die Pionier-Anlagen Österreichs, die man Anfang der 1990er-Jahre installiert hat – und sie laufen immer noch einwandfrei. Lediglich der Wechselrichter, der den gewonnenen Gleich- in Wechselstrom umwandelt, muss nach etwa 15 Jahren getauscht werden. 

 

Man sollte mindestens zwei Angebote einholen, raten Experten. Der potenzielle Anbieter sollte den Standort besichtigen, denn: Sonnenstromanlagen sind immer individuell. 

Manche Firmen kümmern sich auch um die Förderanträge. 
 

Quelle: https://www.profil.at/wissenschaft/photovoltaik-boomt-lohnt-sich-eine-eigene-anlage-auf-dem-dach/401222640 

Im Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) ist die Sache eindeutig geregelt. Photovoltaik (PV) auf Dächern oder anderen bereits versiegelten Flächen sollen bei der Förderung Priorität haben. Für Freiflächenanlagen müssen Errichter Abschläge in Kauf nehmen. Im ursprünglichen Entwurf waren 30 Prozent weniger Förderung vorgesehen, in dem vorigen Mittwoch als Regierungsvorlage im Ministerrat beschlossenen Gesetzestext ist von 25 Prozent Abschlag die Rede. 

 

Die Größe einer Photovoltaikanlage wirkt sich laut Studie sehr wohl auf die Anschaffungskosten aus. Allerdings nur bis zu einer Größe von etwa 100 Kilowattpeak. Bis dorthin sinken die Kosten pro zusätzlichem Kilowattpeak stark degressiv, danach nur noch marginal. Die Anschaffungskosten für ein Kilowattpeak einer PV-Anlage von 100 Kilowattpeak sind um fast 50 Prozent geringer als bei einer Anlage von fünf Kilowattpeak. Vergleicht man aber eine Anlage mit 250 Kilowattpeak mit einer doppelt so großen, hat die 500-Kilowattpeak-Anlage bloß einen Kostenvorteil von fünf bis neun Prozent. 

 

Eine idente PV-Anlage auf einem Trapezblechdach ist laut Studie am günstigsten, gefolgt von einer Anlage am Flachdach und einer Anlage auf einem Ziegeldach. Am teuersten ist dieselbe PV-Anlage, wenn sie auf der Freifläche errichtet wird, auf einem offenen Garagendach oder wenn sie direkt in die Fassade integriert wird – wobei man sich im letzteren Fall einen Teil der Kosten für die Gebäudehülle erspart, wie man bei Photovoltaic Austria hervorhebt. 
 

Eine PV-Anlage in derselben Größe ist auf der Freifläche um bis zu 23 Prozent teurer als auf einem Dach, fasst die Studie zusammen. 

 

Überhaupt glaubt man bei der Interessenvertretung, dass Photovoltaik in den kommenden Jahren teurer werden könnte. Zwar seien die Preise für Anlagen lange Zeit gesunken, eine gestiegene Nachfrage, höhere Rohstoff- und Transportkosten und besonders auch der Mangel an Flächen sowie Arbeitskräften könnten die Kosten treiben.  

 

Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000125292075/dach-oder-acker-wo-photovoltaik-am-billigsten-ist 

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